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Regionales Obst und Gemüse

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Ich wohne im Rheinland. Mitten in Bonn. Das Schöne an Bonn ist, dass man sogar mit dem Fahrrad ziemlich schnell aus dem Beton herausradeln kann und dann zwischen Feldern und Wiesen steht, auf

Ich wohne im Rheinland. Mitten in Bonn. Das Schöne an Bonn ist, dass man sogar mit dem Fahrrad ziemlich schnell aus dem Beton herausradeln kann und dann zwischen Feldern und Wiesen steht, auf denen Gemüse, Salat und Obst wachsen. Trotzdem liegen in der Obst- und Gemüseabteilung überwiegend Zucchini aus Spanien, Birnen aus Chile und Kartoffeln aus Ägypten und das sowohl im Bioladen, als auch im Supermarkt und Discounter. Nur damit ich jeden Tag, alle Obst- und Gemüsesorten kaufen kann, die mir in den Sinn kommen. Weil ich das immer verrückter finde, versuche ich herauszufinden, was im Mai eigentlich in der Nähe wächst und wo ich es kaufen kann.

Regionales Gemüse
Julia Icking

Was wächst im Mai im Rheinland

Der Saisonkalender verrät mir, dass im Mai in unseren Breiten Rhabarber, Spargel und Erdbeeren wachsen, auch bei den Salatzutaten sieht es gut aus: zum Beispiel Gurken, Radieschen, Kohlrabi, Kopfsalat und Rucola kann man zur Zeit ernten. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wo ich die regionalen Waren kaufen kann ohne den halben Tag durch die Gegend zu radeln. Denn dafür habe ich keine Zeit. Regionale Ware mit dem Auto zu kaufen, widerspricht sich für mich schon selbst.

Wo kann ich regionales Obst und Gemüse kaufen?

Erdbeeren und Spargel sind kein Problem. In Bonn stehen an vielen Straßenecken Verkaufsstände von Bornheimer Erdbeer- und Spargelerzeugern. Bornheim ist eine Kleinstadt ungefähr zehn Kilometer entfernt, die von Feldern umgeben ist. Regionaler geht's kaum.

Im Supermarkt wird es schon schwieriger. Nach ein bisschen Suchen finde ich Salat, Tomaten und Möhren aus der Region - extra gekennzeichnet! Leider sind sie in Plastik verpackt, aber immerhin mussten sie nicht weit transportiert werden.

Ein paar Schritte weiter liegen Kohlrabi und Radieschen, die laut Etikett aus Deutschland kommen. Ich frage einen Verkäufer ob er das genauer wüsste. Nein, aber er bietet mir an, in den Unterlagen nachzuschauen. Da er beschäftigt wirkt und ich ihn nicht aufhalten möchte, verzichte ich auf weitere Details. Stattdessen freue ich mich, dass ich in meiner Biokiste ganz explizit regionale Ware bestellen kann. Da ist dann sogar der produzierende Hof angegeben.

Fazit

Einige regional angebaute Gemüsearten finde ich sogar im nächsten Supermarkt. Aber manchmal muss man genau hinschauen und vielleicht auch nachfragen. Das erfordert Zeit, beim Einkaufen und beim Supermarktpersonal. Ich freue mich heute jedenfalls über meinen regionalen Salat, den ich mit regionalen Möhren und Tomaten mische. Vielleicht ernte ich auch noch ein bisschen Rucola auf meinem Balkon.

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