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Ressourcenarbeit in der Beratung

In Form einer Mind-map werden die Ressourcen des Klienten gesammelt. Ihm soll bewusst werden, über welche Ressourcen er verfügt und wie er diese zur Erreichung seines Zieles einsetzen kann.

Mindmap
Gooseman / Fotolia.de

Unter Ressourcen versteht man meist Stärken, Fähigkeiten, Werte, Kenntnisse und nützliche Erfahrungen des Menschen, seinem Umfeld und seiner Lebensgeschichte.
In Form einer Mind-map werden diese Ressourcen gesammelt und stehen dem Klienten so im gesamten Veränderungsprozess auch visualisiert zur Verfügung.

Ressourcen für mehr Selbstwirksamkeit

Dem Klienten soll bewusst werden, über welche Ressourcen er verfügt und wie er diese zur Erreichung seines Zieles einsetzen kann. Das Wissen und der Zugang zu den eigenen Ressourcen erhöhen die Selbstwirksamkeit des Klienten.

Mit Fragen Ressourcen sammeln

Die Sammlung von Ressourcen ist eine Puzzlearbeit, die ständig stattfinden kann, indem der Coach aufmerksam jede Gelegenheit im Gespräch nutzt, auf Ressourcen hinzuweisen und diese zu aktivieren und zu sammeln.

Fragen sind die grundlegende Methode, um den Klienten dabei zu unterstützen, seine Ressourcen zu entdecken.

Fragezeichen auf Tafel mit abgehenden Pfeilen
  • Fragen nach Ausnahmen: Es sollen Situationen gefunden werden, in denen das Verhalten bereits erfolgreich eingesetzt wurde. Denn Ausnahmen sind unbewusst funktionierende Lösungen. (Wann haben Sie das schon mal geschafft?
  • Fragen nach dem „Aushalten“: Auch das Aushalten einer belastenden Situation stellt eine Stärke dar. (Wie schaffen Sie es, diese Situation schon so lange zu ertragen?) 
  • Fragen nach dem, was nicht verändert werden soll: Verhaltensweisen, die nicht verändert werden sollen, weisen oft auf Ressourcen hin (Was möchten Sie in Ihrem Leben, in Ihrem Essverhalten nicht verändern?). 
  • Fragen nach der Nützlichkeit von Problemen: Verhaltensweisen, die als Problem erlebt werden, sind auch Lösungsversuche. (Wofür könnte es sinnvoll sein, das Problem noch zu behalten?) 
  • Fragen nach bisher bewältigten Aufgaben: Ressourcen können auch direkt erfragt werden (Was machen Sie gerne und gut?) 
  • Zirkuläre Fragen: Sie klären, wie sich das Problem auf Beziehungen auswirkt. Sie laden dazu ein, die Perspektiven anderer einzunehmen. (Was glauben Sie, denkt ihr Mann, wenn Sie Ihr Essverhalten ändern?) 
  • Skalenfragen: Sie dienen dazu, „weiche“ Faktoren wie Gefühle, Eigenschaften oder Zustände einschätzbar oder „messbar“ zu machen. (Wie hoch glauben Sie, ist gerade jetzt Ihre Motivation, diesen ersten Schritt durchzuführen auf einer Skala von 0 bis 10?)

Grundsätzlich sollen in die Mind-map auch alle Personen oder Umstände eingetragen werden, die zur Erreichung des Zieles als hilfreich angesehen werden.

Heike Rapp, aid |

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