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Salbei

Für den Salbei charakteristisch sind seine länglichen, gestielten Blätter, die einen etwas runzeligen Eindruck machen. Die Pflanze ist ein Halbstrauch, der bis zu 80 cm hoch werden kann.

Salbei
PhotoSG / Fotolia.com

Geschichte

Der Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, kommt aber auch in kälteren Regionen gut zurecht. Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort salvare (= heilen) ab und weist damit auf eines seiner vielen Wirkungsfelder hin: Er findet nicht nur in der Küche Verwendung, sondern wird auch für medizinische und kosmetische Zwecke genutzt.

Besonderheiten

In strengen Wintern friert die Pflanze häufig bis zum Wurzelstock ab, treibt aber im Frühling wieder aus. In milden Lagen hingegen hält sich die beblätterte Pflanze auch über den Winter.

Standortbedingungen

An den Boden stellt der Salbei keine hohen Ansprüche: nur durchlässig und kalkhaltig sollte er sein. Um jedoch sein hohes Wärmebedürfnis zu decken, sollte man ihm eine sonnige Stelle im Garten gönnen – am besten vor einer Hauswand. Zusätzlich kann man zur Wärmespeicherung noch einige Steine um die Pflanze herum legen.

Fruchtfolge und Mischkultur

Salbei hat eine hemmende Wirkung auf Läuse, Raupen und Schnecken und bietet sich daher ideal zur Einfassung der Gemüsebeete an. Als Mischkulturpartner eignen sich unter anderem Bohnen, Erbsen, Fenchel, Kresse, Möhren und Salat.

Aussaat / Pflanzung

Anzucht

Unterglas (mindestens 10-15 °C): ab Anfang Februar;
Frühbeet: Mitte April - Anfang Mai

Pflanzung/Direktsaat Freiland

Mitte Mai (nach den Eisheiligen) - Oktober

Saat-/Pflanzabstand

30 cm x 40 cm (als Beeteinfassung etwas dichter)

Vegetative Vermehrung

Über Wurzelteilung (September/Oktober) oder Stecklinge (unverholzt, 6-8 cm lang, während der Vegetationsperiode)

Düngung

Aufgrund des relativ geringen Nährstoffbedarfs der Pflanze ist es ausreichend, eine kleine Gabe gut verrotteten Komposts (etwa 1 l/m2) im Frühjahr oberflächlich in den Boden einzuarbeiten.

Pflege

In Gebieten mit strengen Wintern empfiehlt es sich, die Pflanzen mit Stroh oder Reisig vor Frost zu schützen. Um den Austrieb zu fördern, können die Triebe im Frühjahr etwas eingekürzt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Selten: Blattwanzen und Spinnmilben

Ernte und Lagerung

Im ersten Standjahr ist die Blatternte kaum nennenswert. In den folgenden Jahren kann jedoch 2-3 mal jährlich geschnitten werden. Bei intensiver Schnittnutzung lässt ab dem 4. Jahr die Triebkraft merklich nach und ab dem 5. Jahr sollten die Stöcke spätestens erneuert werden.

Für die Ernte schneidet man das Kraut handhoch über dem Boden ab und zupft die Blätter ab. Die Blätter lassen sich frisch oder getrocknet verwenden, wobei beim Trocknen ein großer Teil des typischen Aromas verloren geht.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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