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Schnittlauch

Schnittlauch wird bereits seit Jahrtausenden als Gewürzpflanze genutzt. Die mehrjährige und frostharte Pflanze stellt keine besonderen Ansprüche an das Klima.

Schnittlauch mit Blüten
iStock.com / AtomStudios

Geschichte

Der Schnittlauch stammt aus Zentralasien und Südeuropa und ist heute in Mitteleuropa noch wild in Flußauen und feuchtem Hügelland zu finden.

Besonderheiten

Der Schnittlauch ist eine Horst bildende Pflanze. Die Blätter (Schlotten) sind röhrenförmig, hohl und etwa 25 cm lang.

Standortbedingungen

Bevorzugt werden nicht zu leichte, humus- und nährstoffreiche Böden, die nicht verkrusten und viel Bodenfeuchte haben.

Fruchtfolge und Mischkultur

Als Randbepflanzung von Gemüsebeeten vertreibt Schnittlauch durch seinen scharfen Geruch viele Schadinsekten (z. B. Möhrenfliege), besonders zusammen mit Knoblauch, Rosmarin und Thymian. Für die Mischkultur eignen sich Dill, Erdbeeren, Kapuzinerkresse, Kohlrabi, Möhren, Petersilie, Sellerie, Spinat und Tomaten. Ungünstig sind Bohnen, Erbsen, Kohl, Koriander und Rote Beete.

Aussaat / Pflanzung

Pflanzung

Am besten teilt man bestehende Pflanzen (Horste) und verpflanzt sie im Sep./Okt. oder im zeitigen Frühjahr (März-Mai). Dazu gräbt man die Pflanze aus und teilt den Wurzelballen mit einem Messer in mehrere Pflanzenklumpen (aus 6-8 Einzelpflanzen bestehend) und pflanzt diese wiederum im Abstand von 25 x 20 cm neu ein.

Anzucht

Sind noch keine Schnittlauchpflanzen vorhanden, wird mit Samen vorgezogen. Diese werden im März/April dicht nebeneinander (20-30 Samen pro Horst) ins Anzuchtbeet gesät. Eine Vliesabdeckung beschleunigt die Keimung. Haben sich die Sämlinge gut entwickelt , werden sie etwa im Mai in Büscheln (aus 15-20 Einzelpflanzen bestehend) im Abstand von 25 x 20 cm gepflanzt.

Düngung

Da Schnittlauch einen relativ hohen Nährstoffbedarf hat, ist eventuell eine Kopfdüngung, zum Beispiel mit mineralischen Stickstoffdüngern oder Brennnesseljauche, zu empfehlen.

Pflege

Aufgrund des hohen Wasserbedarfs regelmäßig gießen, vor allem die Jungpflanzen. Blüten regelmäßig entfernen.

Schädlinge und Krankheiten

Lauchmotte, Zwiebelfliege, Nematoden, Falscher Mehltau, Zwiebelbrand, Zwiebelrost.

Ernte und Lagerung

Erntebeginn ist etwa 4 Wochen nach Auflaufen der Pflanzen. Häufiges Schneiden - etwa zwei Fingerbreit über dem Boden - verlängert die Ernte. Nicht bei feuchtem, regnerischem Wetter schneiden, da der hohle Blattstumpf Wasser aufnimmt, wodurch sich die Pflanze gelb verfärbt.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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