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Shiitake

Wörtlich übersetzt bedeutet der japanische Name Shiitake „am Pasaniabaum wachsender Pilz“. Er stammt aus Ostasien und wird bereits seit rund 1.000 Jahren in China kultiviert.

Shiitake
Cora Müller / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Die ersten Zucht- und Vermehrungsversuche in Deutschland wurden 1909 unternommen, doch erst seit Mitte der 70er Jahre wird er gezielt auf Stammholz gezogen, seit Anfang der 80er Jahre auf Sägemehlsubstraten.

Der Shiitake, dessen dunkelbrauner Hut einen Durchmesser von 5-15 cm erreicht, lebt ursprünglich auf abgestorbenen Baumstämmen.

Kulturbedingungen

Kultiviert werden Shiitake heute meist auf Substratblöcken aus Sägemehl und Holzhackschnitzeln, sie gedeihen aber auch auf Baumstämmen. Zur Fruchtkörperbildung benötigen sie lichten Schatten und Temperaturen zwischen 15 und 25 °C.

Anbau und Pflege (Fertigsubstrat)

Shiitake sind als Fertigkulturen für Haus oder Garten zu bekommen. Das Substratgemisch wird als Block – von einer Folie umhüllt – in einem Karton geliefert und ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Myzel, dem Pilzgeflecht, versehen. Nachdem die Folie des Substratblocks entfernt wurde, kann dieser auf einen Teller oder Topfuntersatz gestellt werden. Die einzige Pflegemaßnahme besteht darin, den Substratblock einmal täglich mit reichlich Wasser zu besprühen.

Ernte

Die erste Erntephase beginnt bereits wenige Tage nach dem Entfernen der Folie vom Substratblock und ist nach etwa 14 Tagen auch schon wieder vorbei. Die Pilze sollten - unabhängig von ihrer Größe – geerntet werden, wenn der Hutrand noch leicht nach unten geneigt ist und sie aussehen wie eine umgedrehte Untertasse. Mit einem scharfen Messer werden die Pilze dann samt Stiel unmittelbar auf der Substratoberfläche abgeschnitten und auf etwa 1 cm Stiellänge eingekürzt.

Nach der ersten Erntephase wird der Substratblock erstmal in Ruhe gelassen und nur einmal täglich leicht besprüht. Für die zweite Erntephase wird er dann nach vier Wochen Ruhezeit – beschwert mit einem Stein – in einen Eimer mit Wasser gesetzt, sodass sich der Block mindestens 10 cm unterhalb der Wasseroberfläche befindet. Nach 24 Stunden holt man die Fertigkultur aus dem Wasser, lässt sie etwas abtropfen und setzt sie wieder auf ihren ursprünglichen Platz. Einige Tage später beginnt die zweite Erntephase. Für eine dritte Erntephase wird nach vier Wochen erneut gewässert.

Nach insgesamt drei Erntewellen ist das Fertigsubstrat ausgelaugt. Nun kann es noch in den Garten gestellt werden, denn hin und wieder – vor allem nach reichlichen Regenfällen – bilden sich noch einige Fruchtkörper. Wenn auch diese Phase vorbei ist, kann das Substrat über den Kompost entsorgt werden.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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