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Spritzen-TÜV jetzt alle drei Jahre

Viele Pflanzenschutzgeräte müssen in diesem Halbjahr wieder zur Kontrolle. Dies gilt für alle Spritzen, die letztmals vor dem 6. Juli 2013 geprüft wurden. Bei Verstößen drohen Bußgelder.

Aufkleber mit Informationen über Pflanzenschutzspritzen-TÜV
Landpixel.de

Nach aktueller Rechtslage müssen die Anwender ihre Spritz- und Sprühgeräte nur noch alle drei Jahre überprüfen lassen. Vor Inkrafttreten der derzeit gültigen Pflanzenschutz-Geräteverordnung im Juli 2013, galt noch eine Frist von zwei Jahren. Wer also im ersten Halbjahr eines Jahres beim Spritzen-TÜV war, muss drei Jahre später wieder im ersten Halbjahr vorfahren und nicht erst im zweiten Halbjahr. Gleiches gilt umgekehrt für die Prüfungen im zweiten Halbjahr.

Prüfpflicht unbedingt einhalten

Wegen der Umstellung der TÜV-Frist von zwei auf drei Jahre, gilt nun noch eine Übergangsfrist. Das heißt, dass jedes Pflanzenschutzgerät, das eine gelbe Plakette (bis Ende des ersten Halbjahres 2015) trägt, bis zum 30. Juni 2016 eingesetzt werden darf. Die Prüfpflicht ist unbedingt einzuhalten. Wer ohne gültige Plakette Pflanzenschutzmittel ausbringt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. In diesem Fall drohen entsprechende Bußgelder (bis zu 50.000 Euro).

Nachweis durch Plakette oder Kontrollbogen

Doch nicht nur das: ein Verstoß kann darüber hinaus über Cross Compliance auch zu einem Abzug bei der Flächenprämie führen. Betroffen wären außerdem die in Anspruch genommenen Prämien für verschiedene Förderprogramme. Nachzuweisen ist die Kontrolle über die bekannte Plakette am Gerät beziehungsweise durch den Kontrollbogen, der bei der Überprüfung ausgehändigt wird. Ein zusätzliches Gestänge wird auf dem Kontrollbogen ebenfalls vermerkt.

Eigenkontrolle spart Geld

Um Zeit und Geld zu sparen, sollte das Pflanzenschutzgerät für die Prüfung auf dem eigenen Betrieb vorbereitet werden. Der Besitzer sollte die Spritze säubern, Gerätefilter und Düsen ausbauen und reinigen und einen eigenen Probelauf machen, um bestimmte Mängel selbst zu erkennen und zu beheben. Membranen sollten nicht nachtropfen und überhaupt sollte das Gerät vor der Kontrolle auf Undichtigkeit geprüft worden sein.

Mit Wasser im Behälter zum TÜV

Zur TÜV-Kontrolle ist es ratsam, wenn der Spritzen-Anwender mit ausreichend Wasser – mindestens einem halbvollen Behälter – vorfährt. Vor Ort werden Teile beziehungsweise Baugruppen wie Antrieb, Pumpe, Rührwerk, Spritzflüssigkeitsbehälter, Armaturen, Leitungssystem, Filterung, Düsen, Spritz- und Sprühgestänge sowie die Gebläse bei Sprühgeräten kontrolliert.

Michael Bornemann, Hildesheim |

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