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Wald: Strukturen und Eigentum

Etwa ein Drittel der Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland sind Wald. Dieser Wald ist Eigentum von etwa 1,3 Millionen Waldbesitzern.

Luftaufnahme Wald und Feld
iStock.com / BasieB

Über 30 % der Gesamtfläche der Bundesrepublik sind Wald – vom küstennahen Wald auf Sanddünen bis zum Bergwald in den Alpen. Dazwischen finden sich sehr unterschiedliche Wälder: vom Fichtenwald bis zum Buchenwald und von trockenen Eichen- und Kiefernwäldern bis zu den Wäldern der feuchten Auen.
Die Bundeswaldinventuren 2002 und 2012 zeigen, dass sich unsere Wälder schon seit längerer Zeit in einem fortwährenden Veränderungsprozess befinden: Der Anteil der Fichte und der übrigen Nadelbäume geht zurück, während der Anteil der Laubbäume wie Buche und Eiche immer weiter zunimmt.

Betrachtet man die tatsächliche Waldfläche (also ohne Bestandeslücken und Blößen), so wachsen heute auf mehr als 55 % dieser Fläche Nadelbäume wie Fichte, Tanne, Kiefer oder Douglasie, während auf gut 44 % der Waldfläche Laubbäume zu finden sind, insbesondere Buche und Eiche, aber auch eine große Zahl weiterer Laubbaumarten wie zum Beispiel Esche, Ahorn, Erle, Weide und viele andere. Zum Vergleich: Vor 25 Jahren war das Prozentverhältnis von Nadel- zu Laubbäumen noch etwa 70:30..

Wald der vielen...

Der Wald in Deutschland ist Eigentum von etwa 1,3 Mio. Waldbesitzern, wobei die Bundesländer und der Bund als Eigentümer des sogenannten Staatswaldes für rund ein Drittel der Waldfläche zuständig sind. Aber auch die Kommunen haben einen umfangreichen Waldbesitz. Bekannt sind hier die „Großen“ wie etwa Frankfurt, aber auch die kleinsten Gemeinden haben in der Regel eigene Waldflächen – insgesamt ist das knapp ein Fünftel der deutschen Wälder.

Der Rest, das heißt etwa 48 % des Waldes, gehört privaten Waldbesitzern. Dazu zählen neben einigen großen Privatwäldern natürlich auch die Waldbauern, die besonders in den Mittelgebirgen wie etwa im Schwarzwald seit Jahrhunderten ihre Hofgüter bewirtschaften. Außerdem gibt es eine große Zahl landwirtschaftlicher Betriebe, die Wald besitzen. Und dann sind da noch über eine Million Klein- und Kleinstprivatwaldbesitzer, oft mit kaum mehr auffindbaren „Handtuchflächen“, die durch Erbteilung entstanden sind.

Rainer Schretzmann, aid |

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