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Tag des Bieres 2016

Alljährlich am 23. April begehen Bierfreunde in Deutschland den „Tag des Bieres“. In diesem Jahr haben sie einen besonderen Grund feierlich anzustoßen: Seit 500 Jahren gilt das Reinheitsgebot.

Glas mit  Bier
pixabay

(aid) – Alljährlich am 23. April begehen Bierfreunde in Deutschland den „Tag des Bieres“. In diesem Jahr haben sie einen besonderen Grund feierlich anzustoßen: Vor stolzen 500 Jahren ließ der bayerische Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt das Reinheitsgebot verkünden. Er legte damit den Grundstein für Deutschlands Ruhm als Biernation. Weltweit haben die deutschen Brauer auf dem Biermarkt nach wie vor ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

Der Absatz der 1.352 deutschen Braustätten betrug im Jahr 2014 nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes 95,6 Millionen Hektoliter, inklusive alkoholfreier Sorten. Für 2015 rechnet der Branchenverband mit 95,7 Millionen Hektolitern.

Deutschland ist nach wie vor mit weitem Vorsprung Spitzenreiter in Europa. Im weltweiten Produktionsvergleich müssen sich die deutschen Brauer allerdings mit einem vierten Platz nach China, den Vereinigten Staaten und Brasilien begnügen.

Der Pro-Kopf-Verbrauch lag hierzulande im Jahr 2014 bei 106,9 Litern pro Jahr. Das wird nur von den Nachbarn in der Tschechischen Republik getoppt: Sie haben im Vergleichszeitraum 144 Liter Bier pro Kopf konsumiert, so die Zahlen des europäischen Dachverbandes The Brewers of Europe.

Jüngst wurde viel darüber philosophiert, ob sich die Struktur der deutschen Braulandschaft verändert. Der Trend gehe hin zu immer mehr kleinen, privaten Brauereien, berichteten Medien immer wieder. Tatsächlich kategorisiert der Deutsche Brauer-Bund im Jahr 2014 knapp die Hälfte aller Brauereien, nämlich 677 Betriebsstätten, als Mikrobrauereien. Sie produzieren weniger als 1.000 Hektoliter im Jahr. Fünf Jahre zuvor waren es erst 628. Zum Vergleich: In Großbritannien zählen aktuell 1.414 der insgesamt 1.700 Brauereien, also 83 Prozent, zur Mikro-Kategorie. Die Biervielfalt ist also durch kleine Brauereien offenbar gesichert.

Eva Neumann, www.aid.de

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