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Tee: Verbraucherschutz

Meldungen über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und andere Stoffe in Tee führen immer wieder zu Verunsicherungen: Ist Tee wirklich gesund und kann man undenklich größere Mengen trinken?

Hände umgreifen eine Tasse mit Tee, daneben Teekanne
iStock.com / sawaddee3002

Rückstände und unerwünschte Stoffe in Lebensmitteln können unterschiedliche Ursachen haben. Pflanzenschutzmittelrückstände können direkt durch die Anwendung von Pestiziden auf der Teeplantage oder durch Rückstände im Boden, die noch nicht abgebaut sind, in den Tee gelangen.

Andere unerwünschte Substanzen wie Pyrrolizidinalkaloide, die auch zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, bilden Teekräuter und viele Pflanzen selbst als Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde. In großen Mengen können die Abbauprodukte dieser Stoffe für den Menschen jedoch schädlich sein.

Rückstände in Tee?

Verschiedene Sorten getrockneter Tee in Löffeln
Ein Wechsel der Teesorten kann eine eventuell vorhandene Schadstoffbelastung verringern.

Immer mal wieder gibt es Berichte über Pflanzenschutzmittelrückstände in Tee. Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat sich die Rückstandssituation in den letzten Jahren deutlich verbessert: 2011 lagen nur insgesamt 1,4 % der Teeproben über der zulässigen Höchstmenge an Pflanzenschutzmittelrückständen. 2008 mussten noch 5,7 % der Teeproben beanstandet werden.

Fertige Teeaufgüsse gehören zu den eher gering belasteten Lebensmitteln, da die verwendeten Pflanzenschutzmittel nur begrenzt wasserlöslich sind und somit nicht in das Teegetränk übergehen. Wechseln Sie deshalb öfters mal die Teesorten, die Auswahl ist riesig. So lässt sich eine einseitige Schadstoffbelastung mit Rückständen aus Pflanzenschutzmitteln am besten vermeiden.

Pyrrolizidinalkaloide im Tee

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist in einer Stellungnahme auf erhöhte Werte von Pyrrolizidinalkaloide (PA) in einzelnen Kräuter- und Teeproben hin. In hohen Dosierungen und bei längerfristiger Aufnahme können diese Alkaloide die Leber schädigen. Eine akute Gesundheitsgefährdung hält das BfR jedoch für unwahrscheinlich.

Das Institut empfiehlt Eltern, ihren Kindern nicht ausschließlich Kräutertees und Tee anzubieten. Auch Schwangere und Stillende sollten Kräutertees und Tee abwechselnd mit anderen Getränken trinken. Dies gilt ebenso für Personen, die ihren Flüssigkeitsbedarf überwiegend mit Kräutertee decken.

Autorin: Dr. Claudia Müller, Bonn |

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