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Tiefkühlkost

Tiefkühlkost hat sich in deutschen Haushalten fest etabliert. Lebensmittelprodukte stehen so saisonunabhängig und nährstoffschonend konserviert für die schnelle Küche zur Verfügung.

Frau vor Tiefkühltheke
clemarca / istock

1955 wurden die ersten Tiefkühlprodukte in Deutschland angeboten  für deutsche Haushalte eine willkommene Neuerung, in den USA damals schon lange bekannt. Dort wurden schon 25 Jahre früher in der Stadt Springfield die ersten Tiefkühlprodukte an Privatverbraucher verkauft.

Tiefkühl-Lebensmittel haben immer Saison

Seit Einführung der Tiefkühlkost und Zunahme der Gefriergeräte in deutschen Haushalten, stieg der Pro-Kopf-Verbrauch an Tiefkühlprodukten kontinuierlich an. Die Verbraucher erkannten schnell den Mehrwert der Produkte, die nährstoffschonend konserviert und saisonunabhängig erhältlich sind und sich gut für die schnelle Küche eignen. Heute verbraucht jeder Bundesbürger über 43,6 Kilogramm Tiefkühlkost im Jahr. Das entspricht einer Menge von ca. 124 Tiefkühlpizzen.

Vielfältiges Angebot, einheitliche Kennzeichnung

Das Angebot in der Tiefkühlabteilung ist mittlerweile so vielfältig, dass kaum Wünsche offen bleiben. Neben den Klassikern wie Tiefkühl-Pizza, -Fischstäbchen und -Spinat gibt es immer wieder neue Trendprodukte. Derzeit sind vegane und vegetarische Produkte, Bio-Speisen, "Clean-Label"-Produkte ohne künstliche Zusatzstoffe und "Free-From"-Lebensmittel ohne Laktose oder Gluten in den Tiefkühltruhen vermehrt zu finden. Über die Angaben auf dem Etikett kann man sich schnell über die wichtigsten Eigenschaften der Lebensmittel informieren. Woher kommt das Produkt, wann wurde es tiefgefroren, welche Allergene enthält es? Die Lebensmittel-Informationsverordnung sorgt für eine einheitliche Kennzeichnung.

Wir zeigen Ihnen nachfolgend, wie Sie am besten mit Tiefkühlprodukten umgehen, welche Informationen Sie auf einem Tiefkühl-Lebensmittel-Etikett finden und wie sie beim Einkauf von Tiefkühl-Fischprodukten eine umweltschonende und nachhaltige Fischerei unterstützen können.

Tiefkühlkost - Was steht auf dem Etikett?

Kennzeichnung von Tiefkühl-Lebensmitteln

Seit Dezember 2014 gilt die europäische Lebensmittel-Informationsverordung bei vorverpackten Lebensmitteln. Wir zeigen Ihnen anhand eines Beispieletiketts, welche Informationen Sie über das verpackte Lebensmittel erhalten.

Etikett Tiefkühl-Rinderhackfleisch
Etikett eines Bio-Tiefkühl-Rinderhackfleisch-Produkts

Beschreibung der Kennzeichnungselemente

  1. Bezeichnung (Name des Lebensmittels)
  2. Hinweis auf besondere Behandlung des Lebensmittels (hier: tiefgefroren)
  3. Zutatenverzeichnis
  4. Zubereitungshinweis (Nur durchgegart verzehren!)
  5. Mindesthaltbarkeitsdatum. Mindestens bis zu diesem Termin behält das Lebensmittel seinen ursprünglichen Geruch, Geschmack, die Farbe und den Nährwert.
  6. Einfrierdatum bei Fleisch Fleischzubereitungen und unverarbeiteten Fischereierzeugnissen ("eingefroren am ...")
  7. Verarbeitungshinweis (Nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren!)
  8. Herkunftsangabe (geschlachtet in, hergestellt in)
  9. Los-/Chargennummer (ordnet das Lebensmittel einer Warenpartie zu), wichtig für Rückrufaktionen durch den Lebensmittelhändler
  10. Füllmenge
  11. Nährwertangaben (ab 2016 als ausführliche Tabelle verpflichtend)
  12. Europäische Artikelnummer (EAN-Code): 2–stellige Ländernummer, Ziffer 3–7 ist die Betriebsnummer des Herstellers, Ziffer 8–12 die Artikelnummer und Ziffer 13 als Prüfziffer
  13. Identitätskennzeichen (Hinweis auf Staat und Bundesland, in dem das Produkt zuletzt bearbeitet oder verpackt wurde): 2 Buchstaben für den Mitgliedsstaat, 2 Buchstaben für das Land, 5-stellige Betriebsnummer und 2 Buchstaben für Europäische Gemeinschaft
  14. Name oder Firma und Anschrift des verantwortlichen Herstellers, Verpackers oder Verkäufers (hier des Verkäufers)
  15. Bio-Logos: EU-Bio-Logo und Naturland-Logo (nach EU-Öko-Verordnung und nach Naturland-Richtlinien zertifiziertes Produkt)
  16. Codenummer der Öko-Kontrollstelle und Herkunftskennzeichnung der landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe

 

Wie erkenne ich umweltschonende Tiefkühl-Fischprodukte?

Fisch einkaufen: Auf Zertifikate achten, gefährdete Arten meiden

Sie können bei der Auswahl der Fischprodukte eine umweltschonende und nachhaltige Fischerei unterstützen, indem Sie ...

  • ... möglichst nur Fischarten kaufen, die nicht gefährdet sind: siehe Einkaufsratgeber von Greenpeace oder WWF.
  • ... beim Fischkauf zertifizierte Produkte bevorzugen; mit MSC-Logo, ASC-Logo, Naturland-Logo oder dem EU-Bio-Logo (mehr über die Zertifizierungen in der Diashow unten).

Nachhaltiger Wildfisch und nachhaltige Aquakultur

Tiefkühlfisch stammt entweder aus wilden Beständen oder aus Aquakultur.

Bei nachhaltigem Wildfisch kommt es auf die Erhaltung der natürlichen Fischbestände und die Schonung des Ökosystems an. Die Fischer müssen darauf achten, Beifänge möglichst gering zu halten. Ergänzend zu den Umweltstandards kommen bei einem nachhaltig orientiertem Unternehmen soziale und ökonomische Standards für die Mitarbeiter hinzu.

Zwei Tiefkühl-Lachsfilets eingeschweißt
Zwei Tiefkühl-Lachsfilets in Folie eingeschweißt

Eine nachhaltige Aquakultur zeichnet sich durch eine Fütterung der Fische mit Futter aus nachhaltigen Quellen aus, die Bestandsdichten sollten tiergerecht sein und die Tiere mit natürlichen Heilmitteln, möglichst ohne Antibiotika, gesund erhalten werden. Schädliche Auswirkungen auf das umgebende Ökosystem müssen vermieden werden. Ein nachhaltig orientiertes Aquakultur-Unternehmen hält Sozialstandards ein.

Autorin: Carmen Menn, Bonn |

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WWF-Ratgeber Fisch und Meeresfrüchte

Der WWF-Einkaufsratgeber Fisch und Meeresfrüchte zeigt an, bei welchem Fischprodukt Sie eine "Gute Wahl" treffen, um Meere und Fischbestände zu schonen. Erhältlich ist der Ratgeber als App, als PDF-Download und als Online-Version.

www.wwf.de - Der WWF-Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte 2014

WWF-Einkaufsratgeber Fisch - Smartphone-Apps

Cover Greenpeace Einkaufsratgeber Fisch
Greenpeace.de

Medien-Tipp

Greenpeace-Fischratgeber

Welchen Fisch kann ich mit gutem Gewissen einkaufen? Der Greenpeace-Fischratgeber gibt Antworten darauf und liefert weitere Infos zu mehr als 100 Speisefischarten. Erhältlich ist der Ratgeber als App, als PDF-Download und als Print-Heft im Scheckkarten-Format

greenpeace.de/fischratgeber - Der Greenpeace-Fischratgeber 2016

Greenpeace-Einkaufsratgeber Fisch im App-Store

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