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Topinambur

Die aus Nordamerika stammende Topinambur ist eine ausdauernde Staude und hinsichtlich Boden und Klima relativ anspruchslos. Sie kann bis zu 2 m hoch werden.

Topinambur
gribouilleeva / Fotolia.com

Geschichte

Topinambur gelangte Anfang des 17. Jahrhunderts durch französische Seefahrer aus Nordamerika nach Europa. Die Pflanze wurde ursprünglich als Gemüse und Viehfutter angebaut. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie dann jedoch von der Kartoffel verdrängt.

Besonderheit

Als Kurztagspflanze blüht Topinambur – wenn überhaupt – erst ab September mit dottergelben Blütenkörbchen. An den unterirdischen Ausläufern bildet die Pflanze spindelförmige, kartoffelgroße Knollen.

Standortbedingungen

Die Pflanze gedeiht auf sandigen, mageren Böden ebenso gut wie auf gutem Gartenboden. Staunässe vertragen die Knollen nur schlecht.

Fruchtfolge und Mischkultur

In der Fruchtfolge sollte Topinambur eine Sonderstellung einnehmen, da die im Boden zurückbleibenden Knollen im Frühjahr neu austreiben und wie Unkraut wirken. Aufgrund ihrer Selbstverträglichkeit kann die Pflanze einige Jahre auf dem gleichen Beet stehen.

Aussaat / Pflanzung

Pflanzung

März/April oder Oktober/November (Keimtemperatur über 7 °C)

Abstand

60 cm x 40 cm (ca. 5 Knollen/m2)

Pflanztiefe

5-10 cm

Besonderheiten

Wer nach der Ernte einige Knollen im Boden belässt, hat im nächsten Jahr keine Arbeit mit der Pflanzung

Düngung

Im Frühjahr gut verrotteten Kompost (etwa 3 l/m2) in den Boden einarbeiten.

Pflege

Pflanzen nach dem Austrieb mehrmals anhäufeln. Eine Bewässerung ist nur bei länger anhaltender Trockenheit nötig.

Schädlinge und Krankheiten

Wühlmäuse

Ernte und Lagerung

Von Herbst bis zum erneuten Austrieb im Frühjahr kann das Wurzelgemüse geerntet werden. Am besten belässt man die Knollen den Winter über im Boden und erntet nach Bedarf direkt vom Beet – das spart Platz und Zeit, da das Einlagern entfällt. Sollte dennoch eingelagert werden, empfiehlt es sich vor Frosteinbruch mehrere Pflanzen mit Stängel, Knollen und Erde zu roden, in einen Eimer zu geben und mit Erde und Pappe abzudecken. Eine Lagerung in feuchtem Sand ist ebenfalls möglich.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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