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Varroabefall in Bienenvölkern

Der Befall mit Varroa destructor gilt als größte Bedrohung der Westlichen Honigbiene. Bei der Östlichen Honigbiene sorgen die Schwächsten für das Überleben der Völker.

Bienen
P. Meyer / aid.de

(aid) – Der Befall mit der parasitären Varroamilbe Varroa destructor gilt weltweit als größte biologische Bedrohung der Westlichen Honigbiene. Ein Befall führt zum Sterben ganzer Bienenvölker, während Völker der Östlichen Honigbiene durchaus überleben. Wie das dem ursprünglichen Wirt des Parasiten gelingt, wollte ein internationales Forschungsteam von Agroscope Schweiz, der Universität Bern mit Partnern aus China und Thailand genauer wissen.

Ein Großteil der mit Varroa befallenen Larven der Östlichen Honigbiene stirbt, aber das Volk als solches nicht. Die toten Larven werden von der Kolonie aus dem Volk entfernt und zwar zusammen mit dem Parasiten. Die empfindlichen schwachen und eher befallenen Larven „opfern“ sich sozusagen für das Volk und sichern so sein Überleben.

Die Larven der Östlichen Honigbiene sind empfindlicher gegenüber der Varroamilbe und sterben früher als die Larven der Westlichen Honigbiene Apis mellifera. Die Schwäche der Einzelnen hat zur Entwicklung einer verbesserten sozialen Immunität geführt, vermuten die Wissenschaftler. Die hohe Empfindlichkeit der Individuen begünstigt so das Überleben der Völker.

Diese Erkenntnisse werden sich auf die Praxis der Imkerei auswirken, vermuten die Wissenschaftler. Die Berücksichtigung der individuellen Empfindlichkeit in künftigen Züchtungsprogrammen für die Westliche Honigbiene wird zu widerstandsfähigeren Kolonien beitragen, sind die Wissenschaftler überzeugt.

Renate Kessen, www.aid.de

Weitere Informationen:

http://www.agroscope.ch

http://www.agroscope.ch/aktuell/00020/index.html?lang=de&msg-id=62088

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