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Tomaten: Verbraucherschutz

Tomaten enthalten den natürlichen Schadstoff Solanin, der vor allem in den grünen Pflanzenteilen, wie Blättern und Stängeln vorkommt.

Eine rote Tomate auf vielen grünen Tomaten
iStock.com / EdwardSamuelCornwall

In der Pflanze dient Solanin der natürlichen Abwehr von Schädlingen und hemmt gleichzeitig das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen. Bei Tomaten ist Solanin in den unreifen Früchten und im Stielansatz vorhanden.

Ist Solanin gefährlich?

Die Dosis macht das Gift – das gilt auch für Solanin. Vergiftungserscheinungen treten ab einer Dosis von 1 mg/kg Körpergewicht auf, die tödliche Dosis liegt zwischen 3 und 6 mg/kg Körpergewicht. Insbesondere Kinder sind aufgrund ihres geringen Gewichts gefährdet.

Typische Symptome bei einer zu hohen Solaninaufnahme sind Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Kratzen und Brennen im Hals. In schlimmen Fällen kann es zu Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems, also zu Krämpfen und Lähmungen, kommen. Die Symptome einer Solaninvergiftung hängen von der aufgenommenen Menge und dem Körpergewicht ab und treten in der Regel 4 bis 19 Stunden nach Verzehr der solaninhaltigen Lebensmittel auf. Allerdings sind Solaninvergiftungen selten.

Reife Tomaten sind unproblematisch

Hände mit Messer schneiden Tomaten

Unreife Tomaten enthalten 9-32 mg Solanin je 100 g, reife nur 0-0,7 mg. Dabei weisen nachgereifte Früchte höhere Gehalte auf als vollreif geerntete. In reifen Tomaten enthält vor allem der grüne Stielansatz Solanin, den man ja üblicherweise ohnehin herausschneidet.

Unreife, grüne Tomaten sollte man jedoch nicht essen. Das gilt auch für daraus hergestellte Würzsoßen sowie grüne süß-sauer eingelegte Tomaten. Da Solanin hitzestabil ist, verringert das Braten oder Kochen von Tomaten den Gehalt nicht. Auch das Schälen der Früchte reduziert den Gehalt nur geringfügig.

Es gibt allerdings auch Tomatensorten, die im reifen Zustand grün bleiben und genießbar sind. Dazu zählen zum Beispiel die Sorten 'Evergreen', 'Green Zebra' oder 'Green Grape'.

Autorinnen: Ruth Rösch, Düsseldorf und Dr. Claudia Müller, Bonn |

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