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Vorsicht bei der Waldarbeit

Bäume fällen, Brennholz aufbereiten und Sturmschäden beseitigen – Waldarbeit ist schwer und oft auch gefährlich.

Forstwirt fällt Baum
aid

(aid) - Bäume fällen, Brennholz aufbereiten und Sturmschäden beseitigen – Waldarbeit ist schwer und oft auch gefährlich. Daher ist es besonders wichtig, dass solche Tätigkeiten nicht unter Zeitdruck und nicht in schlechter körperlicher Verfassung erledigt werden.

Allein im Jahr 2014 wurden der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) etwa 5.700 Arbeitsunfälle bei Arbeiten im Wald und bei der Brennholzerzeugung gemeldet. 31 davon endeten tödlich. Die häufigste Unfallursache war die Holzaufarbeitung (26 %), gefolgt von Unfällen bei Fällarbeiten (19 %). Über 65-Jährige waren überdurchschnittlich häufig an tödlichen Unfällen beteiligt. Experten raten vor allem älteren Landwirten, sich nicht zu überschätzen und professionelle Holzernteunternehmen in Anspruch zu nehmen.

Für ein sicheres und produktives Arbeiten braucht man Schutzkleidung, geeignetes Werkzeug und nicht zuletzt viel Wissen und Erfahrung. Eine große Herausforderung ist die Aufarbeitung von Stämmen, die durch Sturm geschädigt wurden und unter Spannung stehen. Das Unfallrisiko wird eingegrenzt, wenn die umgefallenen Bäume durch geeignete Maschinen entzerrt, gesichert und aufgearbeitet werden. Ist die Aufarbeitung nur manuell mit der Motorsäge möglich, ist der speziell geschulte Fachmann gefragt. Das Holz muss zunächst mit Baggern und Seilwinden entzerrt werden, bevor man die Spannung beurteilen und eine geeignete Schnitttechnik finden kann.

Auch das Fällen von Bäumen birgt Risiken und muss gelernt sein. Solche Holzarbeiten sollten nie alleine durchgeführt werden. Zudem ist es notwendig, Gefahrenbereiche mit Warnschildern und Absperrband zu kennzeichnen. Als Faustregel gilt, der Fallbereich ist der Kreis um den zu fällenden Baum mit dem Radius der doppelten Baumlänge. Bei starkem Wind, Regen, Nebel oder Schneefall müssen die Arbeiten eingestellt werden. Für die Brennholzaufbereitung eignen sich Rolltisch-, Wipp- und Bandkreissägen. Ein ruhiges und konzentriertes Arbeiten vermeidet Flüchtigkeitsunfälle und ein gewisses Maß an Ordnung riskante Stolperfallen.

Heike Kreutz, www.aid.de

 

Weitere Informationen:

www.svlfg.de

aid-Broschüre „Die Motorsäge - Einsatz und Wartung“
Bestell-Nr. 1430, Preis: 3,50 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1430

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