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Wald genießen, Risiken vermeiden: Fuchsbandwurm

Die Infektion mit dem Fuchsbandwurm zählt glücklicherweise zu den außerordentlich seltenen Erkrankungen, mit etwa 20 bis 30 gemeldeten Fällen pro Jahr in Deutschland.

Nahaufnahme Rotfuchs
iStock.com / biesingr

Die wenigen Fälle von Fuchsbandwurminfektionen in Deutschland konzentrieren sich auf einige Risikogebiete in Süddeutschland (Schwäbische Alb, Allgäu, Oberschwaben) und Hessen. Im Fall einer Erkrankung besteht allerdings unbehandelt ein hohes Risiko eines letztlich tödlichen Verlaufs (allerdings mit chronischer Entwicklung, vergleichbar einer Leberzirrhose, über teilweise mehrere Jahrzehnte hinweg).

Infektion durch Aufnahme der Bandwurmeier

Der Mensch ist eigentlich ein „Fehlzwischenwirt“, da der Infektionszyklus normalerweise zwischen kleinen Nagern (bei uns häufig Wühlmäuse) und deren Jägern (sog. Endwirte) erfolgt. Typischerweise ist dies bei uns der Fuchs. Der Endwirt beherbergt den Bandwurm im Darm. Die Bandwurmeier werden mit dem Kot ausgeschieden (pro Tag bis zu 100.000 Eier) und führen wiederum zu einer Infektion der Zwischenwirte, wodurch sich der natürliche Zyklus schließt.

Eine Infektion des Menschen kann auch über Katzen und Hunde erfolgen, die Mäuse jagen und fressen, und sich so mit dem Bandwurm infizieren und selbst wiederum Bandwurmeier ausscheiden können. Auch eine Verunreinigung des Fells mit Fuchskot kann zu einer Übertragung auf den Menschen führen (bei mangelnder Hygiene im Umgang mit Haustieren).

Mehr Informationen zum Fuchsbandwurm sowie anderen Risiken, die Ihnen in Wald und Natur begegnen können, finden Sie in dem neuen aid-Heft „Gesund durch Wald und Natur - Erholung genießen – Krankheitsrisiken vermeiden“ (siehe Medientipp weiter unten).

Rainer Schretzmann, aid |

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