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Wald genießen, Risiken vermeiden: Tollwut

Bis vor wenigen Jahrzehnten galt die Tollwut noch als eine der wenigen absolut tödlichen natürlichen Gefahren. Dies hat sich in Mittel- und Westeuropa glücklicherweise geändert.

Tollwut Hinweisschild für Impfköder
aid

Der Fuchs als Hauptüberträger: In Mitteleuropa kein Problem mehr

Dies hat sich in Mittel- und Westeuropa glücklicherweise geändert. War es zunächst die Möglichkeit, durch Impfungen das Risiko einer (in jedem Fall tödlichen) Erkrankung auch nach einer Infektion zu minimieren, so haben inzwischen umfangreiche Immunisierungskampagnen bei den Füchsen die terrestrische Tollwut nach Ost- und Südosteuropa zurückgedrängt. Füchse sind bei uns die hauptsächlichen Krankheitsüberträger und Verbreiter der Tollwut. Durch eine regelmäßige Auslage von Impfködern konnte eine weitgehende Immunisierung der Fuchspopulationen, vor allem auch der Jungfüchse erreicht werden.

Gefahr durch Einschleppung über Haustiere und Fledermauskontakt

Es kommt  bei uns immer wieder zu importierten Tollwuterkrankungen bei Haustieren. Denn ein Tollwutrisiko kann durch das Mitbringen von Hunden und Katzen aus betroffenen Ländern entstehen, wenn geltende EU-Einreisebestimmungen nicht eingehalten werden und die Tiere nicht über einen wirksamen Impfschutz mit Antikörperkontrolle verfügen.

In sehr seltenen Fällen treten in Deutschland Tollwutinfektionen bei Fledermäusen auf, die aber für Menschen nur im Fall eines direkten Kontaktes gefährlich sind, zum Beispiel, wenn die Tiere in die Hand genommen werden und dann als Abwehrreaktion zubeißen.

Vorsicht im Urlaub: Tollwutrisiko in einigen Reiseländern noch hoch

Deutschland ist seit 2008 anerkannt frei von terrestrischer Tollwut. Das bedeutet, dass in Deutschland heute kein Risiko einer „klassischen“ Tollwutinfektion durch bodenlebende Wildtiere besteht. In den meisten anderen Regionen der Welt existiert jedoch immer noch ein zum Teil erhebliches Infektionsrisiko. So treten in Urlaubsländern wie Kroatien, den nordafrikanischen Staaten oder der Türkei regelmäßig Erkrankungen bei Wildtieren und Haustieren auf. Ein außerordentlich hohes Risiko für Menschen besteht beispielsweise in Asien und Afrika. Oft sind verwilderte streunende Hunde die Infektionsquelle.

Mehr Informationen zu Tollwut sowie anderen Risiken, die Ihnen in Wald und Natur begegnen können, finden Sie in dem neuen aid-Heft „Gesund durch Wald und Natur - Erholung genießen – Krankheitsrisiken vermeiden“ (siehe Medientipp).

Rainer Schretzmann, aid |

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Webtipp

Fledermausnotrufe

Informationen erhält man z. B. bei örtlichen NABU-Gruppen/-Geschäftsstellen oder in Internet-Suchmaschinen oder unter den folgenden Links:

AG Fledermausschutz Baden-Württemberg

Fledermausschutz, BUND und NABU

Nahaufnahme Rotfuchs
iStock.com / biesingr

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