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Waldbestände erfolgreich begründen

Die Begründung neuer Waldbestände kann auf verschiedene Weise erfolgen – noch unter dem Schirm des Altholzes oder auf der geräumten Fläche, durch Pflanzung, Saat oder Naturverjüngung.

Mischbestandsverjüngung
Rainer Schretzmann

Für die Entwicklung der nächsten Waldgeneration müssen zunächst einige Bedingungen bedacht werden: Damit sich ein Waldbestand gut und stabil entwickelt, kommt es zu allererst darauf an, dass die Baumarten für den Standort geeignet sind und dass die Herkünfte die richtigen sind: Fichten, die aus einem Tieflagenbestand stammen, werden sich in nassschneegefährdeten Mittelgebirgslagen nicht lange halten. Solche Bestände brechen unter der Last des Schnees zusammen. Diese bittere Erfahrung musste schon mancher Waldbesitzer machen.

Naturverjüngung bietet die Gewähr, dass sich eine gute genetische Eignung des Altbestandes auch im Nachfolgebestand wiederfindet. Wo allerdings der Vorbestand sich als nicht geeignet herausgestellt hat, wenig wuchskräftig oder unstabil ist, sollte die Naturverjüngung sehr kritisch beurteilt werden.

Die Mischung macht’s

Eine gute Möglichkeit, stabile Mischbestände zu entwickeln, ist die Kombination von Naturverjüngung und kleinflächiger Pflanzung. Dies ist besonders vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung von zunehmender Bedeutung. So können erwünschte Mischbaumarten und besonders geeignete Herkünfte gezielt eingebracht werden. Oft bietet es sich an, bereits unter dem Schirm des Vorbestandes die Verjüngung einzuleiten: durch Förderung vorhandener Naturverjüngung, durch Saat oder durch Vorauspflanzung von Baumarten, die im Altbestand nicht vorhanden sind.

Wichtig ist die Wahl des richtigen Verjüngungsverfahrens und einer angepassten Pflanztechnik. Besonders bei der Pflanzung muss ein dem Pflanzgut entsprechendes Verfahren gewählt werden. Sonst sind Wurzeldeformationen und damit verbunden ein hohes Windwurfrisiko die Folge. Als sichere und unkomplizierte Methode bietet sich außer den etablierten Pflanzverfahren auch die Verwendung von Containerpflänzchen an.

Zusammen mit der richtigen, standortgerechten Mischung an Baumarten wird so die Grundlage geschaffen für gesunde, wuchskräftige und wirtschaftlich ertragreiche Waldbestände.

Rainer Schretzmann, aid |

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