Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Warum sät man Dicke Bohnen schon so früh im Jahr?

Die Dicke Bohne ist eines der erste Gemüse, das im Frühjahr ins Freiland gesät werden kann. Welche Vorteile das frühe Säen hat...

Blüte der Ackerbohne
iStock.com / Minghua Zhang

Landwirte und Gärtner säen üblicherweise Dicke Bohnen – auch Ackerbohnen oder Saubohnen genannt – so früh wie möglich ins Freiland aus. Mit der frühen Aussaat wird beabsichtigt, die Pflanzen vor einem zu starken Befall mit Blattläusen zu schützen, was letztlich natürlich auch einem höheren Ertrag zugutekommt.

Die Honigdrüsen der Bohnen-Blätter sind für die kleinen Blattsauger äußerst verlockend. Sobald es im Frühling warm und trocken wird, werden die Tiere aktiv und wandern von den Gehölzen der Umgebung auf attraktivere Pflanzen wie die Dicke Bohne über. Sie saugen vorzugsweise an den jungen Blättern der Triebspitze und können damit erheblichen Schaden an der Pflanze verursachen.

Den Blattläusen einen Schritt voraus

Durch die frühe Saat verschafft der Gärtner den Pflanzen etwas Vorsprung gegenüber den Blattläusen: Zum Zeitpunkt des stärksten Blattlausbefalls haben die Bohnenpflanzen bereits den größten Teil der Samenanlagen – dem späteren Erntegut – ausgebildet und sind damit kräftig genug, um der Blattlausattacke besser standhalten zu können.

Voraussetzung für die frühe Saat ist jedoch, dass die Witterung mitspielt. Das heißt der Boden darf nicht gefroren, staunass oder von Schneemassen bedeckt sein. In milden Gebieten Deutschlands ist eine Aussaat bereits ab Mitte/Ende Februar möglich, da wo es kälter ist, besser erst im März.
 

Eine sehr alte Bohne

Die Ackerbohne (Vicia faba) ist eine sehr alte heimische Bohnenart, die in Mitteleuropa sehr lange die einzige Bohnenart war. Im 17. Jahrhundert wurde sie jedoch von der damals neu eingeführten Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) verdrängt, und verkam zum Arme-Leute-Essen und Viehfutter. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Ackerbohne als Gemüse wiederentdeckt. Als Gartenpflanze ist sie recht pflegeleicht. Im Gegensatz zu der sehr kälteempfindlichen Gartenbohne hat sie keine Probleme mit leichten Frösten.

 

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

als hilfreich bewerten 0 Versenden VG Wort
Ackerbohne mit Hummel und Logo des Jahr der Hülsenfrüchte
BÖLN

Hülsenfrüchte

Multitalente für Acker und Teller

Die Vereinten Nationen haben 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erklärt. Für uns ein Grund, Sie mit interessanten Fakten zu diesen Alleskönnern zu versorgen. 

mehr...
Frische grüne Gartenbohnen in einer Schale
iStock.com / aloha_17
Vom Acker bis zum Teller

Hülsenfrüchte

Von der Pflanze bis in die Küche

Hülsenfrüchte gehören zu den ältesten Kulturpflanzen. Vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung.

mehr...
Pflanzensteckbriefe

Bohne

Phaseolus vulgaris L. (Stangenbohne und Buschbohne)

Gartenbohne
iStock.com / brytta

Bohnen können wie alle Leguminosen mithilfe der Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden. Am besten gedeihen sie an einem warmen und sonnigen Platz im Garten.

mehr...
Pflanzensteckbriefe

Zuckererbse

Pisum sativum L.

grüne Zuckererbsen
iStock.com / LianeM

Die Erbse ist ein Pfahlwurzler mit einem guten Aneignungsvermögen für schwer lösliche Bodennährstoffe. Sie bevorzugt tiefgründige, humose sowie kalkhaltige, nicht zu schwere Böden.

mehr...