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Was ist Solidarische Landwirtschaft?

Immer mehr Landwirte und Verbraucher tun sich im Rahmen der Solidarischen Landwirtschaft zusammen, um gemeinsam Lebensmittel zu produzieren. Wir erklären, was dahinter steckt.

Mutter und Tochter stehen nebeneinander vor einem Gemüsefeld und halten Gemüsekörbe
iStock / Susan Chiang

Unter dem Begriff Solidarische Landwirtschaft, oder kurz Solawi, versteht man eine Initiative, in der ein landwirtschaftlicher Betrieb eine Gruppe interessierter Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Im Gegenzug stellt die Gruppe dem Hof die finanziellen Mittel zur Verfügung, um wirtschaften zu können. Das heißt, die Mitglieder der Initiative tragen gemeinsam mit dem Landwirt die Verantwortung und das Risiko für die landwirtschaftliche Produktion.

Die Kosten für das landwirtschaftliche Wirtschaftsjahr, inklusive der Löhne der Landwirte/Gärtner, werden meist im Voraus kalkuliert und von den Mitgliedern bezahlt. Die Mitglieder erhalten im Gegenzug kostenlos die Produkte des Hofes, die gerecht auf die Mitglieder aufgeteilt werden. Verteilt werden die Produkte entweder durch den Landwirt oder durch die Mitglieder selbst.

Keine neue Idee

Als Ursprung der Bewegung wird meist auf das japanische Teikei-System (Partnerschaftshöfe) verwiesen, welches sich in Japan Mitte der 1970er Jahre entwickelt hat. Unabhängig davon entwickelte sich in den USA seit den 1980er Jahren das Konzept der „community supported agriculture“ (CSA; deutsch: gemeinschaftsunterstütze Landwirtschaft), dem heute etwa 2.500 Gruppen zugehören. In Deutschland gibt es etwa seit 2010 verstärkt Bemühungen von Gruppen, die sich für den Ausbau der Solidarischen Landwirtschaft engagieren.

Mehr als nur Abokiste

Bei den meisten Formen der Solidarischen Landwirtschaft geht es über das reine Abo-Prinzip hinaus vor allem um die Ökologie: die Einsparung fossiler Energie sowie um die Schonung von Böden, Gewässern und Klima. Daher sind die meisten Initiativen  im Bereich des ökologischen Landbaus zu finden. Darüber hinaus geht es aber auch um die Schaffung sozialer Netzwerke und den Wunsch nach einer Bewegung, die die Ernährung aus der lokalen Landwirtschaft sicherstellt.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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