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Wege zur Integration

Aufgeschlossenheit und Engagement aller Akteure sind Voraussetzungen für die Integration von Geflüchteten in Betriebe des grünen Bereichs. Die Zeitschrift B&B Agrar stellt ein Beispiel vor.

Männer stützen sich auf einen Spaten
Baumschule Ley

(aid) – Aufgeschlossenheit und Engagement aller Akteure sind beste Voraussetzungen für die Integration von Geflüchteten in Betriebe des grünen Bereichs. Ein gelungenes Beispiel beschreibt die Zeitschrift B&B Agrar.

Acht Geflüchtete fanden eine Anstellung in einer Meckenheimer Baumschule bei Bonn. Ergebnis des Engagements von Ehrenamtlichen, die beim Betriebsleiter nach Beschäftigungsmöglichkeiten gefragt hatten. Und dieser griff die Idee auf. Einzige Voraussetzung seitens des Betriebes war, es müsse alles mit der Arbeitsagentur und der Ausländerbehörde geklärt sein.

Nach einem Kennenlerntag wurden für die acht zu vergebenden Plätze 16 Interessierte zu einem dreitägigen Praktikum eingeladen. Alle Bewerber waren geeignet, so dass schließlich eine Auswahl getroffen werden musste. Verständigungsproblem gab es in der Baumschule nicht, da ein bereits seit drei Jahren beschäftigter Syrer übersetzen konnte. Aber auch die Aufteilung der neuen Mitarbeiter auf die bestehenden Teams trägt zum schnelleren Erlernen der deutschen Sprache und zur Integration der Geflüchteten bei.

Was die Einstellung von Geflüchteten erschwert, ist zum Beispiel, dass Geflüchtete auf der Suche nach einem Studienplatz die Arbeit in der Baumschule nur als Zwischenstation nutzten. Auch die Suche nach Wohnraum gestaltet sich selbst mit Hilfe des Arbeitgebers häufig schwierig. Insgesamt zieht der Betriebsleiter eine positive Bilanz, auch wenn er sich noch etwas mehr Flexibilität bei den Integrationskursen wünscht.

Renate Kessen, www.aid.de

Weitere Informationen:

„B&B Agrar- Die Fachzeitschrift für Bildung und Beratung“, Ausgabe 6-2016

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5606

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