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Weingesetz wurde geändert

Im Juli 2015 hatte der Bundestag eine Änderung des Weingesetzes verabschiedet, die nun seit dem 1. Januar 2016 gilt.

Weinreben an der Moselschleife bei Trittenheim
aid

Das neue System betrifft vor allem Neuanpflanzungen. So wurde die Gesetzesänderung allein deshalb notwendig, weil die neue Weinmarktverordnung der EU eine Ausweitung der Rebflächen von mindestens ein Prozent in den Mitgliedsstaaten vorsieht. Nur in begründeten Ausnahmefällen darf dieser Regelsatz unterschritten werden. Der Gesetzgeber machte davon Gebrauch und begrenzte die Ausweitung der Rebflächen in Deutschland auf 0,3 Prozent.

Hintergrund für die Begrenzung der Rebflächen hierzulande war die Sorge, dass durch eine zu große Weinmenge ein Marktdruck einhergehend mit einem Preisverfall entsteht, der sich selbst bei einer Korrektur in den Folgejahren nur schwerlich wieder entspannen wird.

Fünf Hektar auf Länder verteilt

Um eine ausgewogene Verteilung der Neuanpflanzungen im Bundesgebiet sicherzustellen, sollen je fünf Hektar vorab von der fürs gesamte Bundesgebiet festgelegten Obergrenze auf alle Flächenländer verteilt werden. Falls die Summe aller Anträge die für Neuanpflanzungen festgelegte Gesamtfläche nicht übersteigt, können sie gemäß den EU-Kriterien auch alle genehmigt werden.

Eine Genehmigung in Deutschland ist dabei nur von einem Kriterium abhängig. So soll der Antragsteller nachweisen, dass er zum Zeitpunkt der Neuanpflanzung über eine landwirtschaftliche Fläche verfügt, die nicht kleiner ist als die Fläche, für die er die Genehmigung beantragt. Neuanpflanzungsanträge für Flächen aus der Steillage werden gegenüber Anträgen aus der Flachlage bevorzugt.

Wiederbepflanzung

Winzern, die ab dem 1. Januar 2016 eine Rebfläche gerodet und einen Antrag auf Wiederbepflanzung gestellt haben, wird automatisch die Genehmigung erteilt. Dabei muss die Rodung aber spätestens zum Ende des Weinwirtschaftsjahres gemeldet werden. Pflanzgenehmigungen haben allerdings nur eine Gültigkeit von drei Jahren. Werden sie erst später genutzt, drohen Geldstrafen.

Autor: Michael Bornemann, Hildesheim |

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