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Welchen Kaffee soll ich kaufen?

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Kennt ihr das auch: Der Wecker klingelt, die Augen gehen nur halb auf und ihr denkt "Ohne Kaffee geht hier gar nichts". Naja, den Weg zur Kaffeemaschine schafft man ja doch immer irgendwie und

Kennt ihr das auch: Der Wecker klingelt, die Augen gehen nur halb auf und ihr denkt '"Ohne Kaffee geht hier gar nichts'". Naja, den Weg zur Kaffeemaschine schafft man ja doch immer irgendwie und dann? Filtertüte rein und Kaffeepulver drauf? Oder Vollautomaten anschalten, Tasse drunter stellen und Knöpfchen drücken? Oder Hightech-Maschine anstellen und erstmal duschen gehen, bis das Edelstahlmonstrum aufgeheizt hat?

Kaffeesplash
Vladyslav Bashutskyy / Fotolia.com

Eigentlich egal, denn was ihr auf jeden Fall für eine Tasse Kaffee braucht ist Kaffee. Und woran erkenne ich eine gute Sorte? Das Kaffeeangebot ist mittlerweile so unübersichtlich, dass ich regelmäßig genervt vor dem Regal stehe und einen inneren Kampf ausfechte: Portemonaie schonen und das Kilo Bohnen zu 9,99 € kaufen? Den regionalen Kaffeeröster unterstützen und das Kilo zu 23,99 € kaufen? Oder dem Discounter glauben, der das Kilo Bio-Transfairkaffee zu 11,99 € verkauft?

Wie soll ich das entscheiden? Was ich über Kaffee weiß ist, dass vor allem die Kaffeesorten Arabica und Robusta angebaut werden. Dabei hat Arabica den größten Anteil an der Weltmarktproduktion und gilt als die schmackhaftere Kaffeesorte. Die Robustapflanzen sind, wie der Name schon sagt, robuster und wachsen in niedrigeren Lagen.

An dieser Stelle endete bisher mein Wissen über Kaffee. Um das zu ändern habe ich vor kurzem eine Rösterei besucht und auch ein bisschen recherchiert. Dabei ist mir klar geworden, dass Biokaffee eigentlich ein MUSS ist. Der Kaffeeröster gab mir die Auskunft, dass die Anbauweise für den Schadstoffgehalt des Endprodukts keinen Unterschied macht, aber Kaffeebauern und Umwelt profitieren vom Bioanbau. Wünschenswert ist sicherlich auch ein fair produzierter Kaffee. Den erkennt man zum Beispiel am Siegel „Fair Trade“. Das Siegel steht für bessere soziale Bedingungen im Kaffeeanbau und die grundsätzliche Verbesserung der Lebensbedingungen in den Anbauregionen. Da das Siegel mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, gehen Kleinbauern und kleine Röstereien einen anderen Weg. Sie handeln den Kaffee direkt. So macht es auch der Röster, den ich besucht habe. Er kennt „seine“ Kaffeebauern, denn er reist regelmäßig zu den Plantagen nach Thailand, Brasilien, Equador, Äthiopien und Guatemala. Die vielen Bilder an den Wänden seiner Rösterei zeigen ihn mit den verschiedensten Kaffeebauern.

Den Rohkaffee röstet er rund 20 Minuten, wann die Bohnen fertig sind, erkennt er an „dem speziellen Knacken der Bohnen“. Zum Vergleich: industriell geröstete Kaffees sind nach rund 3 Minuten fertig. Das liegt an den deutlich höheren Temperaturen, bei denen geröstet wird.

Nach der Besichtigung der Rösterei konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe verschiedene Kostproben mitgenommen. Zum stolzen Preis von fünf bis sechs Euro je 250 Gramm. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Das Kaffeekochen im Halbschlaf hat sich dadurch zwar nicht geändert, aber mit einem besonders leckeren Kaffee beginnt der Tag eben besonders gut.

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