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Welcher Gelbschalentyp für Rapserdflöhe?

Ab Mitte September findet der Hauptzuflug des Rapserdflohs in die Rapsbestände statt. Um die Käferdichte im Bestand zu bestimmen, werden Gelbschalen aufgestellt.

Gelbschale auf einem Feld
henryn / Fotolia.com

(aid) – Ab Mitte September findet der Hauptzuflug des Rapserdflohs in die Rapsbestände statt. Um die Käferdichte im Bestand zu bestimmen, werden Gelbschalen aufgestellt. Der Schwellenwert für die Bekämpfung dieses wirtschaftlich bedeutendsten Rapsschädlings liegt bundesweit bei 50 Käfern pro Gelbschale in drei Wochen. Im Handel werden unterschiedliche Gelbschalentypen angeboten: eckig, rund, mit und ohne Gitter.

Ob der Gelbschalentyp und die Aufstellart Einfluss auf die Fangzahlen des Rapserdflohs hat, untersuchte das Julius Kühn-Institut in Braunschweig. Deutschlandweit wurden im Herbst 2015 unterschiedliche Schalentypen an 28 Standorten aufgestellt und teilweise auch eingegraben.

Nach Auswertung der Ergebnisse empfiehlt das Bundesinstitut Gelbschalen mit Gitter aufzustellen, um so Beifänge von Bienen und Hummeln zu vermeiden.

Insgesamt fängt der runde Typ bei gleicher Aufstellungsweise weniger Rapserdflöhe als der eckige. Allerdings waren die Unterschiede nicht so groß, dass Schwellenwerte für jeden Fallentyp notwendig wären, heißt es in einem Beitrag des Journals für Kulturpflanzen.

Das Vergraben der runden Schale führte in dem Ringversuch zu einem deutlichen Anstieg der Fangzahlen. Das könnte daran liegen, dass sich die Käfer nicht nur springend, sondern auch laufend durch den Bestand bewegen. Hier sollten höhere Schwellenwerte angesetzt werden. Das werde zum Beispiel in Bayern in der Beratung bereits berücksichtigt.

Renate Kessen, www.aid.de

Weitere Informationen:

Einfluss des Gelbschalentyps auf die Fangzahlen von Rapserdfloh (Psylliodes chrysocephala L.) in Winterraps (Brassica napus L.), Journal für Kulturpflanzen, 68 (8), S. 217-222, 2016

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