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Weniger Fisch auf dem Markt

Im Jahr 2015 standen dem deutschen Markt knapp 563.000 Tonnen (Fanggewicht) an Fischerzeugnissen zur Verfügung. Das entspricht einem Rückgang um 16 Prozent.

Fischkutter
Bruno Barracuda / Fotolia.com

(aid) – Im Jahr 2015 standen dem deutschen Markt knapp 563.000 Tonnen (Fanggewicht) an Seefischen zur Verfügung. Das entspricht einem Rückgang um 16 Prozent, informiert die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. In den Jahresbericht gingen Daten zur Eigenproduktion sowie zu Importen und Exporten ein, wobei die Außenhandelszahlen noch nicht endgültig sind.

Deutsche Fischereifahrzeuge haben im Jahr 2015 insgesamt rund 238.000 Tonnen Fisch und Fischerzeugnisse in in- und ausländischen Häfen angelandet – acht Prozent mehr als im Vorjahr. In dieser Zahl enthalten sind allerdings auch Fischmehl, Tran, Leber, Rogen, Futterfisch und Siebkrabben.

Die Anlandungen der deutschen Seefischerei in inländischen Häfen lagen bei rund 66.200 Tonnen verkaufter Ware und stiegen damit gegenüber dem Vorjahr um rund sechs Prozent. Die wichtigsten Fischarten waren bei Frischfisch Hering (17.700 t), Dorsch (3.800 t), Flunder (1.500 t) und Scharbe (980 t). Die Anlandungen der Scholle haben sich um 70 Prozent auf 860 Tonnen erhöht. Bei Miesmuscheln hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt (12.000 t).

Die Produktion von Frostfischen der Großen Hochseefischerei ist dagegen um rund ein Viertel auf 15.200 Tonnen gesunken. Den größten Anteil hatten ganze gefrorene Fische wie Makrele (4.300 t), Blauer Wittling (3.100 t). Zusätzlich wurden rund 10.000 Tonnen Speisekrabben eingebracht.

In ausländischen Häfen wurden rund 157.800 Tonnen Fisch, Krebs und Weichtiere angelandet; 32.700 Tonnen Frischfisch und 125.100 Tonnen Frostfisch

Um den inländischen Bedarf zu decken, werden Fischereierzeugnisse in erster Linie aus Drittländern importiert. Die Mengen lagen mit etwa 893.000 Tonnen Produktgewicht unter den Ergebnissen des Vorjahres. Wichtigster Einzellieferant für Fisch und Fischerzeugnisse war China. Vor allem Pollack-, Lachs- und Kabeljaufilet erhält der deutsche Markt von dort. Weitere wichtige Handelspartner sind Dänemark, Polen, Norwegen und die Niederlande. Die bedeutendste Ware im Importhandel waren nach wie vor gefrorene Seefischfilets (ohne Heringe) als Rohware für die fischverarbeitende Industrie.

Ein Viertel der Einfuhren waren Süßwasserfische. Die Importe lagen mit knapp 221.000 Tonnen rund 11 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die meisten gehandelten Süßwasserfische wurden in Aquakultur erzeugt. Die wichtigsten Arten sind Lachs (156.146 t), Forelle (29.909 t) und Wels (13.878 t).

Nach vorläufigen Zahlen wurden circa 530.000 Tonnen (Produktgewicht) Fisch und Fischerzeugnisse ins Ausland verkauft. Die wichtigsten Abnehmer waren die Niederlande, Frankreich, Dänemark und bei Drittländern Marokko, Ägypten und die Schweiz. Zu den bedeutendsten Exportartikeln gehörten mit mehr als 153.000 Tonnen zubereitete Seefische wie Fischstäbchen und roh panierte ganze Filets. 

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.ble.de

Bericht „Der Markt für Fischereierzeugnisse in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2015“

aid-Broschüre „Fisch und Fischerzeugnisse“, Bestell-Nr. 1001, Preis: 5,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1001

 

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