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Wofür braucht man GPS in der Landwirtschaft?

Der Sinn und Zweck von GPS für ein Navigationsgerät im Auto ist den meisten bekannt. Aber wofür benötigt ein Landwirt Satellitensteuerung im Traktor?

Landwirt in Traktor-Fahrerkabine mit GPS-Technik
iStock.com / Vicki Reid

GPS (Global Positioning System) kann in der Landwirtschaft vielfältig genutzt werden. Besonders interessant ist der Einsatz von GPS jedoch im Rahmen des sogenannten „Precision farming" (deutsch: Präzisionsackerbau). Mithilfe der GPS-Technik können Dünger und Pflanzenschutzmittel den Ansprüchen einzelner Ackerteilstücke entsprechend ausgebracht werden - man spricht daher auch von Teilschlagbewirtschaftung. Letztlich spart der Landwirt damit Dünger und Pflanzenschutzmittel ein. Außerdem kommt der verminderte Dünger- und Pflanzenschutzmittel-Einsatz der Umwelt zugute.

Vorher muss Bedarf ermittelt werden

Voraussetzung für eine solche Teilschlagbewirtschaftung ist natürlich, dass dem System vorher mitgeteilt wird, auf welchen Teilstücken welche Menge Dünger oder Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden soll. Dieser Bedarf wird zum Beispiel mithilfe von Bodenproben, Nährstoffanalysen, verschiedenen Sensoren (z. B. für die Erntemengenerfassung oder Unkrauterkennung) sowie weiterer teils aufwändiger Technik ermittelt und auf digitalen Karten kartiert. Wenn der Landwirt nun mit seinem GPS-gesteuerten Traktor auf das Feld fährt, um Dünge- oder Pflanzenschutzmaßnahmen durchzuführen, erkennt ein Satellit aus über 15 km Höhe den genauen Standort des Traktors und sendet die Informationen der digitalen Karte an dessen Bordcomputer. Der Bordcomputer setzt diese Informationen direkt um und steuert die Ausbringmengen der Dünger- und Pflanzenschutzmaschinen.

Was noch möglich ist...

Zunehmend im Kommen ist auch die Nutzung von GPS-gesteuerter Technik, die den Fahrer des Traktors beim exakten Parallelfahren auf dem Acker unterstützt. Fortgeschrittene Systeme sind sogar in der Lage, das Fahrzeug automatisch zu lenken. Durch die exakte Wegführung können ebenfalls Dünger und Pflanzenschutzmittel eingespart werden. Darüber hinaus ist auch das Arbeiten bei Dunkelheit möglich. Die Zukunft könnte sogar so aussehen, dass die Maschinen die Arbeiten auf dem Feld eigenständig ohne Fahrer durchführen können.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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