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Zuckererbse

Die Erbse ist ein Pfahlwurzler mit einem guten Aneignungsvermögen für schwer lösliche Bodennährstoffe. Sie bevorzugt tiefgründige, humose sowie kalkhaltige, nicht zu schwere Böden.

grüne Zuckererbsen
iStock.com / LianeM

Geschichte

Die Erbse ist eines der ältesten Kulturgemüse, das ursprünglich von Asien (China) über den nahen Osten nach Europa einwanderte. Es wird vermutet, dass im 16. und 17. Jahrhundert zum ersten Mal Zuckererbsen in Mitteleuropa angebaut wurden.

Besonderheiten

Durch eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ist sie in der Lage, Luftstickstoff verfügbar zu machen. Im Gegensatz zu Schal- und Markerbsen werden die unreif geernteten Zuckererbsen samt Hülsen verspeist.

Standortbedingungen

Grundsätzlich verträgt die Erbse Kälte und Nässe besser als Hitze und Trockenheit, wobei hier jedoch immer die sortenspezifischen Bedingungen berücksichtigt werden sollten. Zuckererbsen benötigen eine Rankhilfe – zum Beispiel ein Gitter oder gespannte Drähte –, da sie bis über 80 cm hoch werden können.

Fruchtfolge und Mischkultur

Die Erbse stellt keine allzu großen Ansprüche an die Vorfrucht. Nur nach sich selbst sowie nach anderen Leguminosen wie Bohnen oder Linsen sollte eine Anbaupause von mindestens 3 – besser 5 – Jahren eingehalten werden. Aufgrund der bodenverbessernden Wirkung ist die Erbse eine hervorragende Vorfrucht. Als Folgekulturen im gleichen Jahr bieten sich beispielsweise Salat, Endivie oder Chinakohl an.

Aussaat / Pflanzung

Aussaat Freiland

zwischen Anfang März und Anfang April

Saatabstand

Abstand der Reihen links und rechts von der Rankhilfe: 35-40 cm

Abstand von einer zur anderen Rankgitterreihe: 140 cm

Abstand in der Reihe: 3-4 cm

Folgesaaten

bis Anfang Juni mit schnell wachsenden Herbstsorten

Düngung

Hinsichtlich der Stickstoffdüngung ist Zurückhaltung geboten, da sich die Pflanze mithilfe der Symbiose mit Knöllchenbakterien selbst Luftstickstoff aneignen kann. Auf nährstoffarmen Böden ist unter Umständen eine geringe Kompostgabe als "Starthilfe" förderlich. Kalkarme Böden sollten ausreichend aufgekalkt werden.

Pflege

Bei Trockenheit, vor allem zur Blütezeit und zu Beginn der Hülsenentwicklung ist für eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zu sorgen. Die Wachstumszeit der Zuckererbse bis zur Ernte dauert etwa 85 Tage.

Schädlinge und Krankheiten

Bohnenfliege, Erbsenblattrandkäfer, Erbsengallmücke, Erbsenwickler, Grüne Erbsenblattlaus, Spinnmilben, Thripse, Brennfleckenkrankheit, Echter Mehltau, Erbsenmosaikvirus, Erbsenrost, Fusarium, Falscher Mehltau

Ernte und Lagerung

Zuckererbsen werden geerntet, wenn gerade die ersten Körner zu spüren sind. Dabei hält man die Ranken mit der einen Hand fest und zupft mit der anderen die Hülsen ab. Für Erbsen gilt: Wer viel pflückt, erntet am meisten! Frühes und häufiges Pflücken – etwa alle 2-3 Tage – erhöht die Erntemenge, da dadurch die oberen Blütenansätze zum Blühen angeregt werden. Überständige, übersehene Hülsen daher ebenfalls abpflücken und wegwerfen. Zuckererbsen sollten möglichst bald nach der Ernte verzehrt werden, da der Zuckergehalt stark abnimmt.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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