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Zuckermais

Mit über 300 Arten zählt Mais heute zu den wichtigsten Körner- und Futterpflanzen. Wer ihn im Garten anbauen möchte, sollte genug Pflanzen aussäen, da die Bestäubung durch Wind erfolgt.

gelber Zuckermais
olegphotor / Fotolia.com

Geschichte

Der Mais stammt aus Zentral- und Südamerika. Zwar kam er im 15. Jahrhundert mit den Spaniern nach Europa, richtig angebaut wurde er hier jedoch erst ab dem 17. Jahrhundert.

Besonderheiten

Mais ist botanisch gesehen ein Gras. Die männlichen Blüten stehen als Rispe an der Spitze der Pflanze, die weiblichen Blüten sind achselständige Kolben, die von Scheidenblättern (sogenannte "Lieschen") umhüllt sind. Aus diesen ragen die Griffel heraus.

Standortbedingungen

Der Zuckermais bevorzugt sonnige und warme Lagen. Der Boden muss tiefgründig, kalkreich sowie humus- und nährstoffreich sein.

Fruchtfolge und Mischkultur

Aufgrund möglicher Pilzkrankheiten sollte Mais nicht vor Spargel stehen. In Mischkultur eignet sich Mais z. B. gut als Windschutz. Um Bodenerosion zu vermeiden, können "Bodendecker" wie z. B. Kürbis, Melonen oder Zucchini zwischen den Mais gepflanzt werden.

 

Aussaat / Pflanzung

Aussaat

ab Anfang Mai (Bodentemperatur über 10 °C)

Abstand

70-80 cm x 30-40 cm

Saattiefe

5 cm

Besonderheiten

Um eine sichere Bestäubung durch den Wind zu gewährleisten, sollte der Mais besser in Blöcken als in Reihen angelegt werden.

 

Düngung

Der Zuckermais ist eine sehr nährstoffbedürftige Pflanze. Daher sollten die Beete vor der Aussaat reichlich mit Kompost gedüngt werden. Je nach Art und Nährstoffgehalt des Bodens kann ein Nachdüngen erforderlich werden.

Pflege

Besonders im Jungpflanzenstadium ist das Hacken gegen Unkraut unerlässlich. Zur Verbesserung der Standfestigkeit und der Nährstoffaufnahme empfiehlt es sich, die Pflanzen bei einer Größe von etwa 30 cm etwas anzuhäufeln. Bei extremer Trockenheit sollte reichlich gewässert werden.

Schädlinge und Krankheiten

Maiszünsler, Maiswurzelbohrer, Drahtwürmer, Fritfliege, Fraß durch Vögel und Ratten, Maisbeulenbrand, Fusarium-Welke, Phytium

Ernte und Lagerung

Die Ernte beginnt mit der Milchreife, das heißt, wenn bei Druck aus den Körnern milchige Flüssigkeit austritt (etwa im August/September). Ein weiteres Anzeichen der Milchreife ist das Eintrocknen und die Braunfärbung der Griffelfäden am Kolben. Man sollte nicht zu spät ernten, da der Mais mit zunehmender Reife mehlig wird und an Geschmack verliert. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch ist Zuckermais für einige Tage im Kühlschrank haltbar.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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